Newsletter 19/2024: Soll das Friedensprojekt Europa kriegstauglich werden?

In der Beilage übermittle ich einen von General i.R. Günther Greindl verfassten Text, welcher sich mit der gegenwärtig in manchen Kreisen in Österreich geführten Debatte über die immerwährende Neutralität Österreichs im europäischen Rahmen befasst. Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Krieg in der Ukraine von manchen österreichischen Militärexperten und NATO-Fans (und derartige gibt es, wie wir wissen, bereits seit Jahrzehnten (Wolfgang Schüssel 2001 z.B.)), dazu genützt werden soll, einen – wie auch immer gearteten NATO-Beitritt Österreichs – durchzusetzen. Dass dies mit der immerwährenden Neutralität auf jeden Fall absolut unvereinbar ist, wird verschwiegen zur Kenntnis genommen. Dass die immer martialischer werdende Diskussion in Europa (man erinnere sich an die ständigen Aufrufe zur Kriegstauglichkeit und stärkerer Rüstung) das gesamte europäische Projekt, welches nach den Grauen des 2. Weltkrieges als Friedensprojekt konzipiert und realisiert worden ist, ernsthaft infrage stellt, wird ebenfalls von Greindl erwähnt.

Ich darf bei dieser Gelegenheit auch auf die vor einigen Monaten in der Sonderreihe „ImFokus“ unserer Zeitschrift herausgebrachte Publikation „Neutralität oder was sonst?“ verweisen, in der neben Günther Greindl auch Heinz Gärtner, Pascal Lottaz und Gabriele Matzner Beiträge geliefert haben. Die Broschüre ist zum Druckkostenbeitrag von EUR 5,– über unsere Webseite https://international.or.at/im-fokus/ anzufordern.