Geschäftsmodelle von Big Pharma im globalen Wirtschaftskrieg

Strategien und Taktiken des Covid-19 Impfwettbewerbs

Im Sommer 2020 schienen dem österreichischen Finanzminister die 200 Millionen Euro noch zu viel, um die Impf-Koordinator Gerald Auer, in Brüssel Impfstoffe für unser Land bestellen wollte.  Als dies nach einer Befragung durch den parlamentarischen Untersuchungsausschuss im April 2021 öffentlich bekannt wurde, geschah – unbemerkt von den meisten ParlamentarierInnen –  Wundersames. Aus weniger als 200 Millionen des Sommer 2020 wurden in der zweiten Maiwoche 2021 800 Millionen. Eine von vielen Merkwürdigkeiten der österreichischen und EU-COVID-19-Politik.

Persönliche Eindrücke von Franz Piribauer

Während in Österreich die ganze Impfaktion relativ zögerlich begann, stehen also nach der erwähnten Nachbestellung ca. 42 Millionen zusätzlicher Dosen für die Jahr 2021-2023 zur Verfügung. Und das für ein Land mit ca. 7 Millionen zu Impfenden. Jede Willige kann so sicher an die viermal geimpft werden, außer es gelingt noch die Zulassung des teuersten Produkts auf Kinder unter zwölf Jahren auszudehnen. Weiters zeichnete sich ab, das nun einem ca. zehnmal so teuren Impfstoff ein Großteil der Summe gewidmet werden wird. Die genauen Preise der Produkte sind nicht öffentlich bekannt, es wird von 16 bis 25 Euro pro Dosis für das von Pfizer/BioNTech gesprochen. Das preisgünstige Konkurrenzprodukt, von AstraZeneca, mit kolportierten ca. 2 Euro, wird in der EU gar nicht mehr nachbestellt werden. Die Bestellung der österreichischen Regierung war nicht wirklich verwunderlich, nachdem die Nachricht über die fast ausverhandelte größte Impfstoffbestellung der Weltgeschichte bisher, 1,8 Milliarden Dosen bei nur einem Konzern, knapp zuvor, am 23. 4. 2021, die Öffentlichkeit erreichte. Damit könnten alle willigen EU-Bürger bis 2023 nur mit einem Impfstofftyp, gegen Covid-19, dauerimmunisiert werden.

Was ist auf dem Gesundheitsmarkt in der EU los? Wie kann dieses eigenartige Marktverhalten, fast nur mehr das Teuerste und viel mehr noch nur von diesem, in dem von wirtschaftsliberalen „Gesetzen und Regeln“ geprägten Staatenbund EU stattfinden? Hat sich die Qualität durchgesetzt, die eben am meisten kostet? Wird dadurch die Gesundheit der EU-Bewohner so viel besser geschützt werden, weit mehr Leben gerettet werden, als mit den billigeren zugelassenen oder gar noch nicht zugelassenen, chinesischen oder russischen, Konkurrenzprodukten?

Wie kommt es, dass im globalen Süden und Osten (inklusive China und Indien) eine größere Auswahl an Impfstoff-Arten besteht als in fast allen Ländern der EU und in den USA?

Und was war in Ungarn geschehen? Warum haben die Entscheider dort es gewagt, die Zulassungen der EMA, der EU-Arzneimittelagentur, zu relativieren und alle am Weltmarkt verfügbaren Impfstofftypen im eigenen Land sehr erfolgreich und am raschesten von allen Nachbarn einzusetzen?

EU-Debakel, Marktgläubigkeit,  Ja und?

Das Impfstoffdrama des ersten Quartals 2021 hat die Grenzen der derzeitigen EU („ever closer union“ ) gezeigt, konstatierte Frau Kolm, Vizedirektorin in der österreichischen Nationalbank, Mitglied des Direktoriums der EZB  in einem offenen Brief in der Financial Times vom 22. April 2021.  Sie betont, als Direktorin des hiesigen „Hayek–Instituts“ firmierend, die USA hätten 1,7 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Covid-19 „Varianten“ bereitgestellt, jeder erwachsene US- Bürger könne sich ab Mitte April 2021 nun ohne Zugangsbeschränkung impfen lassen. Die EU hätte die Impfstoffbeschaffung „messed up“. Ursache sei ein zu wenig an Dezentralisierung und eine mangelnde Offenheit für die Segnungen des freien Handels. Frau Kolm traf mit ihrem „EU vaccine procurement … nothing short of a catastrophe“ damit einen entscheidenden wunden Punkt. Doch Abhilfe kam rasch,  praktisch einen Tag später, durch das Bekanntwerden des Verhandlungsergebnisses zur Großbestellung von 1,8 Milliarden Dosen bei Pfizer/BioNTech. Die NZZ erklärte zwei Wochen später, Dr. med. Ursula van der Leyen zeigte sich außerordentlich glücklich an diesem Tag, als sie ihre Lösung für die EU-Bürger präsentieren konnte.

Im Frühjahr des Jahres 2021 stellt sich klar heraus, die EU hat ein doppeltes Problem in der  schwersten ökonomischen und kollektiven Lebens-Alltags-Krise der Mehrheit der Bevölkerung des Gebiets seit dem 2. Weltkrieg.  Das erste Problem ist, dass die  EU, die Nationen in der EU, im Gegensatz zur VR China, nach der relativ erfolgreich bekämpften ersten Welle der Covid-19  Pandemie, im Frühsommer 2020 den Weg, einer „Hoch-Inzidenz-Strategie“ gegangen sind. Das zweite ist, dass die EU-Länder, bis auf die Ausnahme Ungarn, derzeit viel zu langsam ihren Impfschutz aufbauten. Die USA, Großbritannien und Israel legten ein ganz anderes Tempo vor. 

Frau Kolm´s empfohlene Umkehr für die Bürokratie der EU, noch mehr Freiheit für den Handel,  mehr Dezentralisierung,  hatte als Grundideologie der EU Bürokratie genau zu dem Drama geführt, dass sie beklagt.  Kurt Bayer, Redaktionsmitglied von International, hat ihren „Letter“ aufgespürt und hält in seinem in der Wiener Zeitung am 27.4. veröffentlichten Leserbrief fest, dass ihr Auflösungsaufruf  – die „ever closer Union“ zu beenden – eigentlich auch mit Ihrem Mandat in der EZB nicht gut zu vereinen ist.

Frau Kolms Schlussfolgerungen aus ihrer korrekten Beobachtung des Covid-19-Impfstoff Bestell-desasters der EU, sind meines Erachtens noch in weiteren Aspekten grundfalsch. Sie offenbart uns ihre naive Ignoranz bezüglich den Marktkräften, der Marktform des tatsächlichen globalen Gesundheitsmarktes des 21. Jahrhunderts. Sie verkennt dessen konkrete Mechanismen oder gibt vor, sie nicht zu kennen.  Ihresgleichen im Geiste,  mit ihrer, einem gesundheitsökonomisch solide ausgebildeten Fachmann, kindlich erscheinender Marktgläubigkeit des frühen 19. Jahrhunderts, sind verantwortlich für des klägliche Verhalten der EU Spitze in der Covid-19 Krise. Eine Krisenbewältigung durch das freie dezentrale Spiel der Marktkräfte hat gerade die USA, nicht gemacht. Schon die Trump-Administration hatte auf monetäre und legistische Mechanismen der Kriegsbewirtschaftung zurückgegriffen, um Produktionskapazitäten zur Kooperation zu „motivieren“ und damit rasch quantitative Planziele zu erreichen.  Dieser Weg führte zum Erfolg. Die USA impft viel rascher als die EU. Fau Kolm verwechselt für die EU Ursache mit Wirkung.

China, mit seiner heute de facto ausgelöschten Epidemie, braucht kein Impftempo, es hat wie Neuseeland die große Wahl. Es kann zwischen den sich relativ rasch am Weltmarkt abzeichnenden besten Impfstoffen für die jeweiligen Bevölkerungsgruppen, mit deren jeweiligen spezifischen Schaden/Nutzens Ratio, auswählen. Es kann auch eigene Impfstoffe weiter entwickeln. Es kann auch Impfstoffe umfangreich exportieren, mit all den ökonomischen und global-politischen Vorteilen einer damit einhergehenden Anerkennung auch als benevolente Softpower [1], ohne Nachteil für die eigene Bevölkerung. Die Regierungen Chinas und Neuseelands sind in Bezug auf das Impfen und die Gesamtwirtschaft gelassen.  Beide Länder können in Ruhe die Risken und Vorteile, inklusive der tatsächlichen Qualität der in bisher unbekannten Massen und Tempo hergestellten Impfstoffe, abwägen. Und dies tun Sie auch.

Verantwortung für Triage versus Freiheitsbeschränkungen

Nun,  in Bezug auf den Covid-19 Ausbruch, gingen wir im „reichen globalen Nordwesten“ einen anderen Weg als Neuseeland oder China. Wir gingen, Zyniker meinen – schlitterten –,  in die Pfadabhängigkeit einer „Hoch-Inzidenz-Strategie“. Diese führt, wie wir nun ausreichend wissen, immer bis knapp an die Notwendigkeit der Triage von Kranken heran. Triage bedeutet bei einer so rasch anwachsenden Epidemie, eine im vorhinein zu treffende Entscheidung, bestimmte – schwerstkranke – Menschen einem Tod ohne zu viel Gesundheitsversorgung zu überlassen. Im Fall von an Covid-19 Sterbenden bedeutet das Isolierung in einer hygienisch abzuschottenden Isolierabteilung oder Infektions-Sterbehaus, keine Verwandschaftsbesuche ohne deren Quarantäne,  bei deutlich reduziertem Personalaufwand für die durch Triage Ausgesonderten. Ein Hauptgrund für die Triage bei uns wäre,  dass in der Pandemie das über die Grenzen seit Monaten belastete Personal, vor allem Ärzte, Schwestern, Reinigungskräfte, zu entlasten.  Infektiöse Patienten zu betreuen ist schon auf einer Normalstation eine Aufgabe für speziell geschulte Kräfte. Die Personal-Kapazitäten sind umso knapper, je infektiöser und kränker die Patienten sind. Gesundheitspersonal lässt sich nicht einfach hin- und herschieben, etwa zwischen chirurgischen und Infektionsabteilungen. Selbst im üppigen österreichischen Spitalsektor mussten verschiebbare Routinebehandlungen zeitweise eingestellt werden. Wie erst stellt sich die Knappheit in den neoliberal schlank gesparten Strukturen etwa der Lombardei, aber auch Spaniens, Portugals, Griechenlands und der neuen Länder im ehemaligen Osteuropa dar? Triage kommt dort deutlich früher.

Eine solche über länger Zeit aufrecht zu haltende Triage gab es bei uns in den letzten 120 Jahren nur in den Feldlazaretten der Kriege mit geltendem Kriegsrecht. Wer will so etwas in Friedenszeiten politisch verantworten? Wo wäre die rechtliche Basis dafür? Wie wären die Klagen der Angehörigen zum  Schweigen zu bringen? Sofort und nicht unbemerkt würde sich ein scharfer Klassengegensatz zeigen, einige können es sich mit Hilfe ihrer Verwandten und Freunde richten. 

Impfen, koste was es wolle und alte Marktmechanismen von Big Pharma

Einmal eingeschlagen ist eine Rückkehr zu einem 0-Covid-Zustand keinem einzigen Staat in Europa seit dem Sommer 2020 gelungen. Selbst Finnland und Norwegen nicht.

Jeder unnötige Tag des bisherigen Niederhaltens der Freiheiten des menschlichen und ökonomischen Verkehrs, hat immense menschliche und politische Kosten, die allseits bekannt sind, weil täglich in den Massenmedien ausführlichst dargestellt. Der einzige Ausweg, statt der Fortsetzung des desaströsen und zermürbenden Tanzes zwischen Triage und Niederdrückens des  Gesellschaftslebens, womöglich jahrelang auf- und abschwellend bis die sogenannte Herden-Immunität erreicht wird,  verheißt ein rasches „künstliches“ Immunisieren durch Impfen. Dazu müssen die rasch entwickelten Impfstoffe nur halbwegs wirksam sein.  Die WHO setzt für die Covid-19 Pandemie derzeit die Wirksamkeitsschwelle bei 50% an.  Ein so niedriger Wert, wie er in normalen Zeiten bei einen Impfstoff, der ja Gesunden verabreicht wird, niemals akzeptiert werden würde. 

In dieser dramatischen Nachfragelage nach Impfungen treten die Mechanismen der globalen Pharmawirtschaft, der globale Pharmamarkt , in aller Deutlichkeit für die große Öffentlichkeit zu Tage.  Jedoch, diese Mechanismen sind überhaupt nicht neu, nur waren sie der breiten Öffentlichkeit, den meisten politischen Entscheidern – außerhalb des Gesundheitswesens – bis vor Corona nicht bekannt. Dieser Markt ist, um eine Metapher des Ökonomen Günther Flassbeck zu zitieren, kein Kartoffelmarkt. Es ist ein höchst korruptionsanfälliger Marktplatz mit systematischem Marktversagen. Dies hat Transparency International weltweit seit fast 20 Jahren in Berichten klar aufgezeigt. Ein Reihe von renommierten Wissenschaftern, unter ihnen prominente Ärzte wie der Chefredakteur der wichtigsten medizinischen Fachzeitung der Welt, des New England Journal of Medicine, hat schon in den 1990iger Jahren warnend die Stimme erhoben. Organisationen wie einschlägige Arbeitsgruppen im Rahmen von Transparency International, die „No Free Lunch“ Bewegung in den USA oder Mein Essen zahle ich Selbst (MEZIS), Verein unbestechlicher Ärzte e.V.[2] haben sich seitdem in diesem Gesellschaftsbereich – von vielen dem liberalen Denken zugetanen Akteuren besonders gerne als Gesundheitsmarkt bezeichnet – als  Gegenkräfte gegründet.

Wer diesen Markt im Sinne des Gemeinwohls steuern will, wer aus ihm tatsächlichen Gesundheitsnutzen zu einem vertretbaren Preis ziehen will, muss dessen Marktversagen, wie es alle international anerkannten Gesundheitsökonomen tun, klar erkennen und benennen. Es müssen die Korruptionsmechanismen, verstanden werden. Die Form der besonderen Korruption, die im globalen Impfmarkt derzeit am wirksamsten ist, ist nicht die der „Kuvertmedizin“ auf der individuellen Patientenebene, die den meisten Laien zuerst in den Sinn kommt.  Über den Ankauf, die „Verschreibung“, Verbreichung von Impfstoffen der EU entscheiden nicht die individuellen Ärzte.  Es sind Entscheidungen auf institutionelle Ebene für die Vielen, für die gesamte EU- Bevölkerung, für hunderte Millionen. Diese Form der Korruption, exakter beschrieben als eine Form korruptiven Verhaltens,  ist keine strafrechtliche einfach nachzuweisende „Bestechung“ hoher Beamter, sondern wird am Besten durch folgende aus dem Jahr 2000 stammende Definition von Transparency International (TI), beschrieben: „Im Gesundheitswesen soll ein Verhalten dann „korruptiv“ genannt werden, wenn zugunsten eines Einzelnen bzw. einer bestimmten Gruppe der im Gesundheitsmarkt Agierenden missbräuchlich Vorteile zu Lasten anderer Gruppen, beziehungsweise der Allgemeinheit bewirkt werden.“ [3]

Doch bis in die obersten Entscheidungsebenen der EU hat dieses Wissen offenbar strukturell nicht Eingang finden dürfen. Vor allem nicht ab dem Zeitpunkt als es dringend vonnöten gewesen wäre , ab dem März 2020. Die EU-Entscheider konnten oder wollten die Mechanismen dieses Marktes nicht zügeln, nicht ausreichend dominieren. Hingegen zeigten vereinzelte nationale Akteure, das heißt Regierungen in Europas Nationen und Regionen, durchaus wie es besser geht. Wie kommt das? Wer ist das? Wer ist es nicht und warum?

Als im März 2020 ein Kampf der EU-Nationen untereinander mit vergeblichen Importversuchen und angedrohten Exportverboten von medizinischen Gütern, wie Infektionsschutzkleidung, Masken, Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte ausbrach, und die VR China, als weißer Ritter, mit Großflugzeugen diese Mangelware medienwirksam auch in Wien und anderen Hauptstädten der EU anlieferte, war klar: Beim Impfstoffkauf passiert uns EU-Eliten das nicht nochmals. Die EU wird ihre Handelsmacht als größter Einkäufer der Welt gebündelt vortragen. Die Administration van der Leyen übernahm diese neue große Aufgabe gerne: Mehr Europa jetzt, zum Nutzen von uns   allen. Die zahlreichen stolzen Ankündigung damals, um den Sommer 2020 sind bekannt, werden hier nicht näher analysiert. Was passierte als Vorbereitung für den Großeinkauf?  Wurde das, was jeder ordentlich ausgebildete und etwas erfahre Public-Health-Experte tun würde, aber auch erfahrene Politiker, wie es sie bei uns auf Landesebene nachweislich gibt, getan?  Yanis Varoufakis, der griechische Ex-Finanzminister, hat  dieses erfolgreiche Handeln auf oberster Ebene der EU im Februar 2021 im Nachhinein wie folgt sinngemäß beschrieben:

Ursula van der Leyen hat vorausschauend, bereits im März und April 2020, einen Beraterstab aus den besten und als unabhängig von kommerziellen Sonderinteressen bekannten Experten sowohl für Epidemiebekämpfung aber auch Impfstoffproduktion und Impfwissenschaft schrittweise aufbauen lassen.  Nach Konsultationen mit der EUPHA[4], der europäischen Public-Health-Gesellschaft mit Sitz in den Niederlanden, hat sie diese ad hoc Krisengruppe mit Mitteln aus dem kommenden Covid-19 Recoveryfonds ausreichend ausgestattet. Diese Krisengruppe hat bereits im Sommer 2020 einen umfassenden Vorschlag über verschiedene Szenarien gemacht, wie  die Produktion und Lieferung guter Impfstoffe in ausreichender Kapazität erfolgen könnte. So ist das Ziel, innerhalb eines Jahres ab Beginn der Pandemie in der EU, so gegen Mitte März 2021 eine gute Impfdeckung in den EU-Bevölkerungen zu erzielen auch operativ vorausplanbar geworden. Dort wo eine Unterstützung, vor allem die Zusammenarbeit der nötigen Produktionsstätten und eventuell deren Ausbau innerhalb Europas notwendig  war, wurden Kreditzusagen, beschränkte Ausfallshaftungen und Subventionen budgetiert und mit Firmen vorbesprochen. Das europäische Parlament wurde mit diesem Plan befasst, stimmte dem zu und in Notsitzungen wurde es auch vom Europäischen Rat abgesegnet. Eine Überwachungsorganisation (Covid-19 Krisensteuerung) mit weitreichenden Inspektionsbefugnissen für die weltweit verteilten Impfproduktionsstätten, Forschungs- und Studienzentren wurde beim ECDC (European Center for Disease Control) mit ausreichendem Budget eingerichtet. Dem europäischen  Parlament wurde über die Tätigkeit der Covid-19 Krisensteuerung monatlich öffentlich berichtet. Es wurde vereinbart, die kommenden Verträge für die Lieferung der Impfstoffe, inklusive der Preisgestaltung, nach Parlamentseinsicht, öffentlich zu machen.

Fiktion und Wirklichkeit

Nur, das was oben, Varoufakis folgend, von mir sinngemäss skizziert ist, fand nie statt.  Diese realisierbare Fabel, gehört ins Umfeld einer phantasiereichen Science Fiction Publikation: The Other Now (Varoufakis 2020). Nichts davon, was ich oben fiktiv beschrieb, ist berichtet worden.  Vermutlich hat es auch nicht annähernd so stattgefunden. Die Wirklichkeit an der EU-Spitze war vermutlich anders. Sie folgte den alten Marktmechanismen der Pharmawirtschaft, etwas reguliert aber nicht gesteuert, durch eine Behörde für ruhige Schönwetterzeiten, die EMA, Arzneimittelzulassungsbehörde,  und ein angesichts der Aufgabe hoffnungslos unterdotiertes ECDC, der europäischen Seuchenbehörde in Stockholm. Einzig von den Ungarn wurde berichtet, dass sie – proaktiv  – Anfang Jänner 2021 eine Delegation von Fachleuten zu den chinesischen Firmen zur Inspektion schickten, um deren tatsächliche Impf-Produktions-Prozesse auf das Übereinstimmen mit den internationalen Standards (= GMP Standards) zu prüfen.

Also nicht, dass es unabhängigen Berater nicht gäbe. Einer der bekanntesten,  Professor Martin McKee aus London, ist nicht eingesetzt worden.  Martin McKee ist seit 25 Jahren weltweit anerkannt, sehr kommunikativ und fachlich Weltspitze. Er hat die jetzige SPÖ Vorsitzende Dr. Pamela Rendi-Wagner in London im 2. akademischen Grad ausgebildet, sie kennen sich lange.  Indes, Martin McKee hat vermutlich eine entscheidende Schwachstelle. Er befindet sich, mit umfassender Zustimmung seiner europäischen Fachgesellschaft,  EUPHA, deren Präsident er ja auch war, seit langem im zähen Kampf gegen die globalen Umtriebe und fragwürdigen Auswüchse der Bill&Melinda Gates Stiftung. Diese Stiftung, wie anlässlich der Scheidung des Ehepaars auch in der Wiener Zeitung kürzlich angeführt wurde, hat vor allem im Impfbereich umfangreiche Aktienbeteiligungen bei den jetzt für Impfstofflieferungen in der EU relevanten US-Firmen und der deutschen BioNTech.  Eine Beauftragung eines Martin McKee hätte in der zuliefernden Industrie, in der Pharmaindustrie, vermutlich eine stark präventive Wirkung gezeigt. Fazit ist: Seinesgleichen, offensichtlich nicht devot marktgläubig genug, werden in den entscheidenden Ebenen der EU in kritischen Zeiten nicht gebraucht. Was hätte geschehen können, was galt es aus meiner Sicht, im Partikularinteresse mancher, zu verhindern? Es war zu verhindern, dass die bewährten Marketingpraktiken in ihrer Wirkung auf die Sichtweise der EU-Eliten, der EU-Meinungsbildner, der EU-Entscheider abgeschwächt würden. Damit war sichergestellt, dass diese im kapitalistischen globalen Gesundheitsmarkt lange bewährten Mechanismen auf die EU-Entscheidungsstrukturen voll einwirken können. Was sind diese Praktiken bei Covid-19?

Mechanismen des Erzielens von Marktbeherrschung  im Pharma(Impf)markt

Im derzeitigen globalen Pharmakampf zeigt sich derzeit grob folgendes Grundmuster. Die vor allem USA basierte mRNA-Technologie kämpft gegen zwei andere Technologien: Gegen die Vektor-basierten (britisch, russisch, nur 1 aus USA (Johnson&Johnson) und die alt-bewährten inaktivierten Impfstoffe (derzeit in der EU nur chinesische) [5].

Rein Fiktiv könnten in Konzernzentralen und global agierenden Marketingfirmen meine unten angeführten Überlegungen angestellt worden sein. Der Vorteil der mRNA Impfstoffe ist ihr angeblich kostengünstig zu erzielender hoher Skaleneffekt. Die Dosismengen können rasch hochgetrieben werden. Das Risiko der mRNA Strategie ist seit dem Sommer 2020 bekannt. Dies ist vor allem der hohe Preis des Impfstoffs, die teurere, kaum vorhandene  Kühllogistik (-70 ° C), die relativ komplizierte Verabreichung mit dem peinlich genau einzuhaltendem Auftauen und die Verwundbarkeit durch die Virus-Mutationen.  Diese Nachteile gilt es als Vorteil darzustellen. Die Vorteile der Konkurrenz hingegen, gilt es durch massives mediales Störfeuer und Lobbyaktivität, als Nachteile erscheinen zu lassen. Wer die meisten Finanzmittel und damit Medienagenturen, PR-Firmen und Lobbyisten in kurzer Zeit gezielt einsetzten kann, gewinnt. Gut gängige Kernbotschaften könnten sein: „Vektor-Impfstoffe sind gefährlich, schreckliche Todesfälle werden durch diese verursacht“. Eine weitere die „chinesischen inaktivierten Impfstoffe“ sind nicht ordentlich durch gute Studien abgesichert, die „Produktqualität ist vermutlich schlecht und unzuverlässig“, sie entspricht „nicht unseren Standards im Westen“. Noch eine Botschaft wäre etwa, der russische Vektorimpfstoff hat diese „asiatischen“ Produktionsprobleme noch zusätzlich, der ist doppelt belastet.

Und ein weiteres fiktives aber zentrales, da besonders umsatzträchtig und marktbeherrschend,  strategisches Geschäftsziel wäre denkbar. Dies kann ja aus biologischen und technologischen Gründen  besonders leicht bei den mRNA Impfstoffen umgesetzt werden kann: Aus der Impfung ist ein „Dauermedikament“ zu machen, statt eine lang anhaltende, eher einmalige Schutzimpfung. Dies ist ein etwas riskantes, jedoch eventuell sehr gewinnträchtiges Geschäftsmodell. Damit können die von dem Medien seit ca. sieben Monaten intensiv betonten Mutationen, als geschäftsfördernd gedacht werden.

Es ist nämlich auf Grund des molekularen Aufbaus eines Virus klar, das die Wirksamkeit der derzeitigen mRNA Impfstoffe durch Mutationen viel wahrscheinlicher geschwächt werden, als die der inaktivierten Sars-Cov-2 Impfstoffe. Das sagt die Theorie klar voraus. Dies hat sich auch in Südamerika, wo sowohl chinesische als auch amerikanische Impfstoffe eingesetzt werden, schon im April 2021 beobachten lassen, wie eine lokale Epidemiologin im Der Spiegel bestätigte.

Die biologischen Fakten der Komplexität der Immunität von Säugetieren gegen Viren können stark vereinfacht so beschreiben werden. Ein Virus könnte wie ein fremdes Auto gedacht werden, dass in unserem Körper mit starkem Motor Amok fährt. Nach einiger Zeit, bei Covid-19 so nach 4 Tagen, ist unser Körper alarmiert durch die Trümmer der zahlreichen Kollisionen, verursacht durch das Amok-Virus-Auto. Jetzt fallen unserem Körper die fremden eigenartigen Bauteile des Autos auf, z.B. ein Sommer-Reifen mit „Spikes“, ein eigenartiger Scheinwerfer, ein komischer Scheibenwischer etc. Ich vermute beim Sars-Cov-2 Virus werden es so an die 10-20 irritierende, fremdartige Bauteile sein.  Gegen alle diese auffälligen Bauteile testet unser Körper nun neu von ihm entwickelte halbflüssige Kampfstoffe aus, die sogenannten Antikörper, die mit dem Blut überallhin transportiert werden. Wenn die Infektion überlebt wird, also bei Erfolg, wird gleichzeitig die Bauanleitung für die guten Kampfstoffe in Archiven, diese sitzen in speziellen Immunzellen, z.B. der Lymphknoten und im Knochenmark, auf Jahre gespeichert. 

Dieses Archiv mit dem Bauplan hilft beim Wiedererkennen, auch wenn ein Viruskontakt erst nach Jahren nach einer ersten überlebten Infektion erfolgt. Dann werden ganz rasch und in großen Mengen die nötigen Kampfstoffe hergestellt. Das somit rasch auffällige Virus wird sehr rasch erkannt und vernichtet, bevor die Person dies überhaupt merkt, ohne Krankheitszeichen. Diesen Zustand nennt man Immunität, immer gegen bestimmte Amok-Virus-Autos. Vermutlich haben Säugetiere im Lauf ihres Lebens Baupläne für zehntausende Viren parat, von denen wir einige pro Monat, ständig für uns fast unbemerkt, abwehren.

Erfolgreiche Immunität beruht also immer auf Kampfpaaren: Humorale (flüssige) und dazu passende zelluläre (feste) Immunabwehr. Wie in den Massenmedien derzeit oft fälschlich als Gegensatz benannt: Antikörper (frei-schwimmend-flüssig) und T-Zellen (fest-verbunden).

Biologie der Immunität und Wahl der Impfstoffgeschäftsstrategie

Eine überlebte Wild-Virus-Infektion führt „natürlich“ zu vermuteten ca. 20 körpereigenen Kampfpaaren, gerichtet gegen 20 unterschiedliche auffällige Bauteile des Virus (Fachbegriff: Epitope).  Eine Impfung mit „inaktivierten Virus“ benutzt diesen, in der Evolution seit hunderten Millionen Jahren bewährten, Mechanismus.  Es wird in den Körper das ganze Amok-Virus-Auto, aber mit kompletten Motorschaden (= Totimpfstoff), eingebracht. Die 10 – 20 eigenartigen Bauteile (Epitope) bemerkt unser Körper, er baut  so in 2-3 Wochen entsprechende Kampfpaare auf, vernichtet und verdaut das Schrott-Auto. Bei Sars-Cov-2 ist eines der Kampfpaare gegen das „Spike“ des eigenartigen Reifens gerichtet.  Die resultierende Immunität beim Totimpfstoff ist vermutlich breit gestreut, beruhend auf 10-20 Epitopen.  

Die anderen beiden derzeit verwendeten Impfstofftypen, Vektor und mRNA, präsentieren hingegen unserem Körper nur den einen auffälligen Bauteil, mit unseren obigen Beispiel gesprochen, nur (einen Teil) eines bestimmten Reifens mit „Spikes“. Also nur ein Epitop. Dieses wird, wegen seiner im Elektronenmikroskop auffallenden Form beim Sars-Cov-2 Virus „Spike-Protein“ genannt. Gegen dieses Epitop produzieren wir im Falle einer Infektion einen bestimmten spezifischen Antikörper.  Wir messen bei den bisherigen Laboruntersuchungen genau diesen einen Antikörper, bestimmen damit Immunität nach Krankheit und Wirkung der Impfung, dies ist gesetzlich genormter Standard. 

Eine Impfung sowohl mit den mRNA (z.B. Pfizer, Moderna) als auch den Vektor Impfstoffen (z.B. Astra-Zeneca, Sputnik) präsentiert nur das eine „Spike“ Epitop unserem Körper. Dieses Epitop wird gentechnisch, auf Grund von theoretischen Überlegungen, hergestellt.  Die gute Botschaft ist: Die Theorie, sie hat nachweislich funktioniert. Unser Körper bildet ein Kampfpaar genau gegen diesen „konstruierten“ präsentierten Fremdkörper, das haben Labordaten und auch die Beobachtungen des Infektionsverlaufs bei großen Menschengruppen in Vergleichsstudien gezeigt, die Impfstoffe wurden als wirksam anerkannt.

Diese derzeitige Beschränkung auf nur ein Epitop, ermöglicht jedoch, und das will ich hier nur fiktiv behaupten, und niemand unterstellen, er/sie verfolge diese Strategie tatsächlich, eine denkbare Geschäftsstrategie. Wenn ich, um beim Amok-Auto-Virus Bild zu bleiben, statt eines möglichen Ganz-Jahres-Reifens wirklich nur einen „Sommer-Reifen mit Spike“ in den Impfstoff einbaue, was bei mRNA Impfstoffen am raschesten und leichtesten willentlich gemacht werden könnte, dann werden Mutationen plötzlich und lang anhaltend, geschäftsfördernd.  Bei jeder Mutation des Virus, die seinen Reifen verändert, etwa in einen „Winterreifen“ verwandelt,  muss ein neuer Subtyp des Impfstoffs geschaffen werden. Die Auffrischungsimpfungen, müssen dann entsprechend der durch Mutation hervorgerufenen neuen „Reifenart“ fortlaufend angepasst werden.  Jede passende Mutation führt zu einer notwendigen erneuten Injektion des mRNA oder auch Vektor Impfstoffs.

Fazit ist: Wenn die Abwehrkraft eines Impfstoffs nur auf einem Bein (Epitop) steht, statt auf 20 Epitopen, dann bringt das Stolpern eines Beines dem Impfstoff zu Fall. Wenn ich hingegen 20 Epitope einsetzen kann, wie vermutlich bei einem inaktivierten Wild-Virus-Impfstoff (=Totimpfstoff), steht der Impfstoff weit sicherer am Boden unserer biologischen Tatsachen. Es ist  äußert unwahrscheinlich, dass alle 20 Epitope sich ausreichend zur Unkenntlichkeit mutieren, bevor wir die Pandemie, so in 2-3 Jahren, in lokale Ausbrüche umgewandelt haben.  Nur eines der 20 Epitope des Virus wird vermutlich genügen, um das Virus „wiederzuerkennen“, es rasch anzugreifen und zu zerstören. Die Forschung zu den weiteren Epitopen erfolgt derzeit offenbar so unbemerkt, so außerhalb des westlichen Medienstroms, dass sie die bisher sehr erfolgreiche Geschäftsstrategie einzelner Akteure nicht einmal trüben könnte.  Ob dies wirklich der einzige Weg sein muss, ob es tatsächlich der mit den wenigsten Nebenwirkungen ist, wie das tatsächliche Schaden/Nutzen Profil sein wird, wird leider erst am Ende des Großexperiments EU und USA, versus der relativ wohlhabende Teil der restlichen Milliarden der Erdenbewohner, in 2-3 Jahren zu sehen sein. Der russische Vektor Impfstoff Sputnik V, war Anfang Mai in 65 Nationen zugelassen, in denen 3,5 Milliarden Menschen leben, die WHO hat am 8. Mai 2021 einem chinesischen Totimpfstoff, der in Ungarn seit längerem im Einsatz ist, seine weltweite Anerkennung erteilt.  Beide Produkte sind seitens der EMA (noch) nicht zugelassen. Wir sind alle mitten im Geschehen, keiner kann sich einer Pandemie, mit einer von Mensch zu Mensch übertragenen, hochinfektiösen, aber nicht extrem tödlichen, Krankheit auf Dauer entziehen.  Unsere Freiheit ist in bisher unbekanntem Maße für die Meisten, durch staatliche Gewalt, eingeschränkt. Die teils bewusst geschürte Angst vor kollektiver Krankheit und massenhaften Tod ist ein mächtiger Nachfragetreiber in der kapitalistischen Weltgesellschaft. Die Impfstoffpreise steigen? Was ist Bedarf, was künstlich erzeugte Nachfrage? Warum sollen im kommenden „Grünen Pass“ der EU nur Impfungen mit den von der EMA anerkannten Impfstoffe eingetragen werden, jedoch nicht die von der WHO anerkannten? Cui bono?  Muss das so sein, muss das so bleiben? 

Weiterführende Literarturverweise, belegende Links, zum Autor

https://en.wikipedia.org/wiki/Pharmaceutical_marketing

https://en.wikipedia.org/wiki/Disease_mongering

https://en.wikipedia.org/wiki/Bad_Pharma

https://en.wikipedia.org/wiki/No_Free_Lunch_(organization)

https://de.wikipedia.org/wiki/MEZIS

https://en.wikipedia.org/wiki/COVID-19_vaccine

https://hungarymatters.hu/2021/01/18/hungarian-authorities-review-sinopharm-vaccine-production-in-beijing/

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/2102354-Neue-Sorgen-bei-den-Impf-Champions-Suedamerikas.html

https://www.derstandard.de/story/2000126274819/warum-die-vom-kanzler-versprochenen-sputnik-v-impfdosen-vorerst-nicht?ref=rec

https://www.reuters.com/business/healthcare-pharmaceuticals/eu-seals-deal-with-pfizer-biontech-up-18-bln-doses-vaccine-eu-official-2021-04-23/

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/2100698-Pfizer-Vermutlich-dritte-Dosis-binnen-zwoelf-Monaten-noetig.html

https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(21)00020-7/fulltext

therein:

„100 million people will soon have recovered from SARS-CoV-2 infection. Most recovered individuals have had antibody and T-cell responses against multiple SARS-CoV-2 proteins, but vaccination of these individuals might be necessary to prevent reinfection. Compared with other vaccines targeting only the spike protein, inactivated vaccines could provide an added benefit to these individuals by boosting their T-cell responses against many of the SARS-CoV-2 proteins.“

Immuntwort auf Ganz-Virus stärker als auf Ein-Epitop-Impfung, ORF 7.5.21, WZ 8.5.

https://science.orf.at/stories/3206427/

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/2103409-Genesene-mit-nur-einer-Dosis-geschuetzt.html

Franz Piribauer, Jg 1955, ist Allgemeinmediziner, österreichischer Amtsarzt, Psychotherapeut und pensionierter Unternehmensberater. Nach seinem Public-Health-Studium in Harvard 1992/93, zeitgleich mit Abg. z. dt. Bundestag Karl Lauterbach, reformierte er in den 90igern u.a. eine Landessanitätsdirektion, die er supplierend als Beamter auch leitete. Er war in  diversen Funktionen des österr. Gesundheitssystems sowohl präventiv, kurativ und verwaltend tätig. Er hat unter anderem die österr. Gesellschaft für Public Health 1995 mitbegründet, war in deren Vorstand über 10 Jahre Schriftführer und für 20 Jahre Mitglied des Governing Council der EUPHA (European Public Health Association) 

Im Bereich der allgemeinen Zivilgesellschaft war er ab 2005 Mitbegründer und zeitweiliger Sprecher bei zwei Formen des organisierten Widerstands gegen korruptives Verhalten und Strukturen im Gesundheitswesen –  Transparency International  und der Österreichsektion von MEZIS[6] . Derzeit ist er Koordinator des lokalen Kollektivs Wien 1, der linken paneuropäischen Bewegung Diem25 (www.diem25.org).  Die oben geäußerte Meinung ist seine rein persönliche Sichtweise.


[1] Softpower: alternative globale Machtfaktoren siehe W. Ettmayer, International V/2020.

[2]  MEZIS, Initiative unbestechlicher Ärzte, www.mezis.de.

[3] Vgl. Definition TI Deutschland, 2000, entnommen dem Grundsatzpapier vorgelegt von TI-AC, AG Gesundheitswesen, Wien 2007 

[4]    EUPHA – European Public Health Association, eine Dachorganisation von meist nationalen Public Health Fachgesellschaften, Mitgliederstand an die 50.000 Public-Health-Professionisten. Die Zentrale ist in Utrecht und sie betreibt ein Büro in Brüssel.

[5]    Inaktivierter Virus Impfstoff, Synonym „Totimpfstoff“. Der Krankheitserreger wird gezüchtet, vermehrt und dann abgetötet, er wird vermehrungsunfähig gemacht. Das so verabreichte Virus ist inaktiviert, vulgo tot. Seit 100 Jahren bewährtes Verfahren. China wählte diesen Weg für die erste Welle seiner im Land ab Sommer 2020 eingesetzten Impfstoffe.

[6],  MEZIS: Mein Essen zahle ich Selbst e.V.,  siehe dazu auch im Text oben

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